“Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”Kurzform nach Aristoteles, 384 – 322 v. Chr.,
griechischer Philosoph
Einzelne Individuen scheitern überlicherweise an der Lösung einer komplexen Aufgabenstellung, die ihre spezifischen Fähigkeiten überfordert.
Stellt man diese Aufgabe jedoch einer Gruppe von Individuen mit jeweils unterschiedlichen Skills (» cross-functional team), kann sich die Gruppe zu einem » Superorganismus organisieren (» self organizing team) und Aufgaben lösen, die dem Einzelnen verwehrt bleiben (» emergentes Phänomen). Dieser Superorganismus bildet eine eigene Intelligenzstufe aus (» swarm intelligence).
In der agilen Produkt-/Software-Entwicklung bzw. im agilen Projektmanagement gehören die Paradigmen “Selbst-Organisation” und “fach-übergreifende Teams” zu den bewährten Grund-Voraussetzungen, um ein entsprechendes Projekt erfolgreich durchzuführen (siehe » Scrum, » eXtreme Programming, » Kanban, …). Dass eine “erfolgreiche” Selbst-Organisation jedoch kein Selbstläufer ist, kann jeder Team-Coach facetten-reich schildern.
Ein intensives Forschungsfeld zu diesen Themen ist der Bereich der » künstlichen Intelligenz. Beispiele hier sind selbst-organisierende Fahrzeugnetze zur Unfall- oder Stau-Vermeidung, selbst-organisierende Kommunikationsnetze (» wireless mesh networks) oder auch » Peer-to-Peer-Systeme [die leider durch negative Schlagzeilen aufgrund illegaler Musik- und Film-Tauschbörsen auch den Nicht-Fachleuten bekannt wurden].
Ein ganz plastisches Beispiel von Selbst-Organisation und Kombination unterschiedlicher Fähigkeiten zeigt ein Video aus dem » Swarmanoid-Projekt, dass auf der » AAAI Video Competition (AIVC 2011) preisgekrönt wurde:
Bücher-Klau im Kollektiv
Es funktioniert also doch [1]:
Selbst-Organisation bei fach-übergreifenden Teams !
[1] … oder so auch nicht: Praxis-Beispiel
Artikelbilder: Danke an und © siehe » kokogiak
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